Act local, think global
13.11.2018

Act local, think global

Die Basler Wirtschaft floriert. Mehr als 300’000 Beschäftigte in über 30’000 Betrieben tragen täglich zu Wachstum und Wohlstand der Region Basel bei. 99.7 Prozent der Betriebe sind kleine und mittlere Unternehmen und nur 0.3 Prozent Grossunternehmen mit mehr als 250 Vollzeitbeschäftigten.

 

Verflechtung lokaler und globaler Unternehmen

Für den Erfolg der Basler Wirtschaft ist insbesondere ein gut funktionierendes Zusammenspiel von lokalen und globalen Unternehmen zentral. Damit sich sowohl international tätige Firmen als auch kleine lokale Unternehmen in einer Region ansiedeln, müssen die Rahmenbedingungen attraktiv ausgestaltet sein. Die Region Basel zeichnet sich durch anerkannte Bildungs- und Forschungsinstitutionen aus und besitzt schweizweit den grössten Pool an Fachkräften aus dem Life-Sciences-Bereich. Daneben ist Basel mit der Grenznähe zu Frankreich und Deutschland international gut angeschlossen und geniesst mit den Rheinhäfen Zugang zu einem bedeutenden Güterverkehrsweg. «Basel ist ein attraktiver Life-Sciences-Standort und Johnson & Johnson hat sich aufgrund der günstigen Rahmenbedingungen bewusst für diese Region entschieden», erläuterte Ludo Ooms, Global Integration Leader Actelion.

 

Vom Pharmacluster in Basel profitieren auch andere Branchen. Denn mit jedem Arbeitsplatz in der Pharmaindustrie entstehen zusätzlich rund drei Vollzeitstellen bei anderen Unternehmen. «Als grosser internationaler Life-Sciences-Konzern muss man sich spezialisieren und ist auf das lokale Gewerbe angewiesen», ergänzte Ludo Ooms. Deswegen ist ein erfolgreiches Zusammenspiel von lokalen und internationalen Betrieben wichtig. «Die Zusammenarbeit mit internationalen Unternehmen ist nicht immer einfach, jedoch halten uns die Grossen fit und wir können stark von deren Innovationen profitieren», betonte Oliver Scheidegger, Verwaltungsratspräsident Morath AG. «Wenn es den Grossen hilft, hilft es auch den Kleinen», schlussfolgerte er.

 

Wirtschaftliche Offenheit als Kriterium

Neben den lokalen Standortfaktoren spielen auch nationale Gegebenheiten wie die wirtschaftliche Offenheit der Schweiz eine bedeutende Rolle. Gerade in diesem Bereich besteht bei der Annäherung von grossen und kleinen Unternehmen noch Aufholbedarf. Da sich nicht alle Firmen von den bilateralen Verträgen gleich betroffen fühlen, ist das Verständnis für die Bedeutung der Verträge noch nicht überall vorhanden. Mit einem stetigen und offenen Dialog kann dieses Verständnis in der Bevölkerung gestärkt und Vertrauen aufgebaut werden. Darüber waren sich sowohl Flavia Kleiner, Co-Präsidentin Operation Libero, als auch Elisabeth Schneider-Schneiter, Präsidentin der Handelskammer beider Basel und Nationalrätin CVP, einig.



Die Werkstatt in Basel wurde gemeinsam von der Handelskammer beider Basel, stark + vernetzt und Interpharma organisiert. Mit rund 260 Teilnehmenden war die öffentliche Abendveranstaltung im Kino Pathé Küchlin sehr gut besucht.